Bester Besuch bei Fußballgucken und Musiknacht mit Streuobst
Das Käskömpchefest im Sinziger Höhenort Koisdorf erfreute sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit. Was einst in kleinem Rahmen begann, hat sich längst zu einem festen Bestandteil des dörflichen Lebens entwickelt. In ausgelassener Stimmung wurde auf dem Kois-Dorf-Platz gefeiert und getanzt – trotz durchwachsener Sommernachtstemperaturen. Der Name des Festes geht auf den Spitznamen der Koisdorfer zurück: Käskömpche.
Der Startschuss fiel bereits am Freitag. Zwar musste das beliebte Sibbelschrömturnier in diesem Jahr ausfallen, da es zeitgleich mit dem EM-Spiel Deutschland gegen Spanien stattfand, dafür bot der Samstagabend ein umso vielfältigeres Programm. Eine Open-Air-Messe mit Pater Ilias eröffnete das Fest. Danach trat Maikönigin Lena Klar symbolisch zum Fassanstich an. Die Feuerwehr und die Chorgemeinschaft „ChG“ hatten ganze Arbeit geleistet, um den Platz wetterfest und einladend zu gestalten. Seit dem Zusammenschluss von Männer- und Frauenchor im Jahr 2010 ist die Chorgemeinschaft aus Koisdorf nicht mehr wegzudenken – auch dieses Mal trug sie musikalisch zur Festmesse und zum sonntäglichen Platzkonzert bei.
Das Käskömpchefest war für viele Koisdorfer Anlass, sich zum gemütlichen Beisammensein – dem „Klaff“ – zu treffen. Am Samstagabend sorgte die Mundartgruppe Streuobst mit einem Oldieabend für ausgelassene Stimmung.
Ihren Ursprung hat die Festtradition im Jahr 2008, als am „Deutschen Eck“ in Koisdorf die Skulptur „Koisdorfer Käskömpchen“ aufgestellt wurde. Seither wird das Fest jährlich gefeiert.
Am Sonntag ging es mit einem musikalischen Frühschoppen weiter. Die Kirchdauern Dorfmusikanten feierten dabei eine gelungene Premiere. Der Familientag mit Torwand, Kinderschminken und weiteren Angeboten für Kinder rundete das Wochenende ab. Nicht fehlen durfte natürlich die namensgebende Spezialität: Klatschkäs mit Kräutern nach Koisdorfer Rezept, serviert mit frischem Backesbrot.

